Kunstsammlung Jutta und Manfred Heinrich
– eine Stiftung der Stadt Maulbronn

 Kunstsammlung Jutta und Manfred Heinrich Öffentliche Führung am 16. September 

 Nachdem die öffentlichen Führungen des vergangenen Jahres gut in Anspruch genommen wurden, bietet die Kunstsammlung Heinrich am kommenden Sonntag, den 16. September eine weitere kostenfreie Führung an. 

Frau Regina Fischer, Kunsthistorikerin, Mitglied des Stiftungsrates und wahre Connaisseurin der Sammlung, erläutert Werke und bietet viele Anekdoten zur Sammlung. Auch gibt es einiges Neues: die Bilder wurden teilweise neu arrangiert, außerdem gibt es ein paar Neuzugänge, die man durchaus sehen sollte. 

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Führungen sind kostenfrei, lediglich das Eintrittsgeld von 3 Euro wird erhoben. Wir freuen uns auf zahlreiche Interessierte und angeregte Diskussionen. 

Öffentliche Führung: 16. September 2018, 15.00 Uhr (ein weiterer Termin ist für den 18. November 2018, ebenfalls 15.00 Uhr angesetzt) 

Kunstsammlung Jutta und Manfred Heinrich    Auf dem Schafhof 2    75433 Maulbronn 

 

Aktuelle Termine

 

Öffnungszeiten: Sonntags von 13.30 – 17 Uhr

Gruppen- und Einzelführungen sind auf Anfrage an allen Wochentagen möglich.

Weitere Informationen unter Kontakt und Öffnungszeiten

“Sonnendeck” – Aus Liebe zum Aufbruch

In der Mai-Ausgabe des “Sonnendeck” ist ein umfassender Bericht über die Kunstsammlung Heinrich erschienen.

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Bild des Monats

Heike Ruschmeyer, Ene mene muh und raus bist du, 1998-99

Walter Stöhrer,

Es wäre an der Zeit, sich des konvulsivischen Charakters der Dinge bewusst zu werden, Hommage á A. Artaud, 1976

Von dem französischen Theaterrevolutionär Antonin Artaud (1896-1948) stammt das nicht gerade besänftigend klingende Motto: „Alles Geschriebene ist Schweinerei. Die Leute, die das Unbestimmte verlassen, um zu versuchen, irgend etwas von dem, was in ihrem Geist vorgeht, zu präzisieren, sind Schweine.“ Auf den Maler Walter Stöhrer übten die luziferischen Texte von Artaud eine große Faszination aus. Ihm hat er auch dieses Bild gewidmet, in dem er so überzeugend dem „konvulsivischen Charakter der Dinge“ freie Bahn gewährt. Wir befinden uns in einem ziemlich versauten, ziemlich irdischen Malerparadies. In Schauerschüben bäumen sich Stift und Pinsel auf und zucken über die Leinwand, ein Reigen lustvoller Höhepunkte. So ziemlich alle von Stöhrers Bildern sind Beweise, dass das Essenzielle unserer Existenz in der Unbestimmtheit der ewigen Gegensätze von Helligkeit und Dunkelheit, von Glück und Schmerz, Aufklärung und Barbarei, Reinheit und Schuld verborgen liegt. Wie Artaud selbst ist auch Walter Stöhrer ein auf keinen Nenner zu bringender Kreuz- und Querdenker. Seine Bilder sind ein Farbgewitter des Denkbaren. Sie beschreiben unsere Seinsweise als ein Netz aus Geistesblitzen, Bezügen und Anspielungen, zu deren Erklärung sich mehrere Schlüssel auf einmal anbieten.