Kunstsammlung Jutta und Manfred Heinrich
– eine Stiftung der Stadt Maulbronn

Kunstsammlung Jutta und Manfred Heinrich
Öffentliche Führungen im Oktober, November und Dezember

 

Bis zum Jahresende bietet die Kunstsammlung an drei Sonntagen öffentliche Führungen an. Treffpunkt ist jeweils um 15.00 Uhr in der Cafeteria der Kunstsammlung. Frau Regina Fischer, Kunsthistorikerin und Mitglied des Stiftungsrats der Kunstsammlung, erläutert Werke, deren Zusammenstellung und Hintergründe der Sammlung.

Die Kunstsammlung Heinrich und ihre Werke sind ein kleines Stück Zeitgeschichte. Keine andere Sammlung zeigt auf eine solch intensive Art und Weise die Unterschiede aber auch die Verzahnungen der Kunstszenen Ost- und Westberlins in der Nachkriegszeit auf. Mit den öffentlichen Führungen möchten die Stadt Maulbronn und der Sammler die Betrachter auf eine Reise in das Berlin der „Jungen Wilden“, dem Neoexpressionismus und dem Kritischen Realismus mitnehmen. Sie sind eine einzigartige Gelegenheit, Geschichten und Hintergründe zu den einzelnen Werken und zu den Schaffern zu erfahren.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Führungen sind kostenfrei, lediglich das Eintrittsgeld von 3 Euro wird erhoben. Wir freuen uns auf zahlreiche Interessierte und angeregte Diskussionen.

Daten: 26. November 2017 und 10. Dezember 2017
Uhrzeit: jeweils um 15.00 Uhr

 

Kontakt:
Stadt Maulbronn
Klosterhof 31
75433 Maulbronn

Julia Leicht                                      Ulrike Fegert
Infozentrale                                    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 07043 103-0                            Tel. 07043 103-41
leicht@maulbronn.de                   fegert@maulbronn.de

 


Aktuelle Termine

 

Öffnungszeiten: Sonntags von 13.30 – 17 Uhr

Gruppen- und Einzelführungen sind auf Anfrage an allen Wochentagen möglich.

Weitere Informationen unter Kontakt und Öffnungszeiten


“Sonnendeck” – Aus Liebe zum Aufbruch

In der Mai-Ausgabe des “Sonnendeck” ist ein umfassender Bericht über die Kunstsammlung Heinrich erschienen.

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Bild des Monats

Heike Ruschmeyer, Ene mene muh und raus bist du, 1998-99

Informationen zum Bild des Monats

Ein deutscher Abzählreim und die Rückenansicht dreier nackter Mädchen. Ein dunkles, ein verstörendes Bild. Es ist bekannt, dass sich das Werk von Heike Ruschmeyer um Tod und Gewaltverbrechen, Aufklärung und Verantwortung dreht. Insofern liegt es nahe, das Aufstellen der Mädchen mit der Erinnerung an Disziplinierungsmaßnahmen, Kolonnenbildung, Selektion zusammenzudenken. Die Künstlerin gibt keine genaueren Hinweise auf Ort und Zeit. Aber die in unserer Erinnerung gespeicherten Bilder stellen blitzschnell Verbindungen her zu dem dokumentarischen Bildmaterial über die historischen Kapitel der Schuld der Deutschen. Wir wissen von der Ohnmacht der Fotos und Kinofilme. Ruschmeyer geht dagegen an. Im Widerstand gegen das Vergessen verleiht die Malerin mit ihren Tafelbildern den namenlosen Opfern eine Stimme. Unter der Harmlosigkeit des Bildtitels „Ene mene muh“ tut sich ein Abgrund auf, der verknüpft ist mit einer Vernichtungsmaschinerie. Wer wird leben, wer wird sterben? Im langsamen Prozess des Malens hin zu einem Kapitel der Geschichte, das sich nicht schließen lässt, verzichtet Heike Ruschmeyer darauf, die entsetzlichen Vorahnungen zu zeigen. Es gelingt ihr, zu verdeutlichen, dass es auf dieser Welt auch das Nichtzeigbare gibt und geben muss.

.https://www.kunstsammlung-heinrich.de/project/heike-ruschmeyer/