Kunstsammlung Jutta und Manfred Heinrich
– eine Stiftung der Stadt Maulbronn

Aktuelle Termine

Öffnungszeiten: Sonntags von 13.30 – 17 Uhr

Gruppen- und Einzelführungen sind auf Anfrage an allen Wochentagen möglich.

Weitere Informationen unter Kontakt und Öffnungszeiten


Nordschwarzwaldtag am 14.05.2017

Berliner Kunst der 70er und 80er Jahre

Erleben Sie eine einstündige Führung durch die Kunstsammlung Heinrich – über 100 Gemälde und Skulpturen auf drei Etagen. Zu sehen ist Berliner Malerei der Nachkriegszeit: genauer ab Mitte der 1960er bis hin zu den 1980er Jahren. Kritischer Realismus, „Junge Wilde“ und Neoexpressionismus sind die Schwerpunkte der Sammlung, u.a. von Petrick, Grimling, Scheib u. v. m.

Treffpunkt: Cafeteria der Kunstsammlung Heinrich, Schafhof 2, Maulbronn
Uhrzeit: 15.00 Uhr (Dauer ca. 1 Std.)
Kosten: Freier Eintritt

weitere Informationen zum Nordschwarzwaldtag:


“Sonnendeck” – Aus Liebe zum Aufbruch

In der Mai-Ausgabe des “Sonnendeck” ist ein umfassender Bericht über die Kunstsammlung Heinrich erschienen.

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Bild des Monats

Wolfgang Petrick, The Fog / Der Nebel, 1976-78

Informationen zum Bild des Monats

Wenn man nicht wüsste, dass John Carpenters Film „Fog“ erst 1980 in die Kinos kam, könnte man glatt annehmen, Wolfgang Petrick hätte sich an Szenen des effektvoll inszenierten Horrorfilms orientiert. Aber Petrick malte sein Bild einer Angstfantasie vor dem Hintergrund von Erfahrungen in der technologieverliebten und militanten Gesellschaft schon ein paar Jahre früher. In der Verschränkung von großem Schauwert und intelligentem Subtext hat der Künstler zu Aussagen gefunden, die von der Angst vor dem Bösen bzw. der Verantwortungslosigkeit der Welt künden. In immer neuen Steigerungsformen variiert er seine vielversprechende Grundidee. Mit seinem realistischen Stil, damals für die in die Abstraktion verliebte Kunstszene eine Provokation, sticht er in die Nebelzonen der gesellschaftlichen Barbarei. Wie ein Stoßtruppführer lässt er die Figuren seiner Verachtung aufmarschieren. Schonungslos, in wirklich schrecklicher Deutlichkeit und Düsternis, konfrontiert er die Betrachter mit dem, was er für die Übel der modernen Zeit hält: den Krieg der Maschinen, Tierversuche, Giftgasexperimente, die Geldgeilheit der Pornoindustrie. Dieses Bild durchfährt einen wie ein greller Schmerz. Das Unmenschliche ist bei Petrick etwas, das unmittelbar mit dem Körper geschieht; der physische Schrecken in seiner unmittelbaren Gestalt.

.https://www.kunstsammlung-heinrich.de/project/wolfgang-petrick/