Kunstsammlung Jutta und Manfred Heinrich
– eine Stiftung der Stadt Maulbronn

Aktuelle Termine

Öffnungszeiten: Sonntags von 13.30 – 17 Uhr

Gruppen- und Einzelführungen sind auf Anfrage an allen Wochentagen möglich.

Weitere Informationen unter Kontakt und Öffnungszeiten


„Die wilden 80er Jahre in der deutsch-deutschen Malerei“

Nachdem zwei bedeutende Werke der Sammlung Heinrich vor kurzem in der Ausstellung „Gegenstimmen. Kunst in der DDR“ im Berliner Martin-Gropius-Bau gastierten, dürfen sich drei weitere Arbeiten einer nächsten Reise erfreuen. Ab dem 3. Dezember 2016 sind Rainer Fettings „Van Gogh vor Mauer“ (1979), Barbara Quandts „My Sister in New York“ (1983) sowie Heike Ruschmeyers „Der Nachtwandler“ (1989) im Rahmen der Ausstellung „Die wilden 80er Jahre in der deutsch-deutschen Malerei“ des Potsdam Museums zu sehen.

Die drei großformatigen Kunstwerke werden zusammen mit Arbeiten von Bernhard Heisig, Neo Rauch, Angela Hampel, Klaus Killisch, Elvira Bach, Hans Scheuerecker und Georg Baselitz ausgestellt und nehmen an einem Transfer zwischen der ost- und westdeutschen Kunstszene der 1980er Jahre teil. Insgesamt vereinen 120 Gemälde und Grafiken in fünf thematischen Sektionen die zahlreichen Komplexe der figurativen Kunst, die sich in jener Zeit zusehends ausdehnte, während der Fokus auf der expressiven, realistischen, abstrahierten oder neo-surrealen Darstellungsformen der menschlichen Figur liegt.

 

Die Sonderausstellung findet vom 3. Dezember 2016 bis 12. März 2017 im Potsdam Museum statt.

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.potsdam-museum.de/ausstellung/die-wilden-80er-jahre-der-deutsch-deutschen-malerei


„Sonnendeck“ – Aus Liebe zum Aufbruch

In der Mai-Ausgabe des „Sonnendeck“ ist ein umfassender Bericht über die Kunstsammlung Heinrich erschienen.

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Bild des Monats

HELMA, Der Verrat, 1989

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Verrat ist ein Vertrauensbruch. Irgendjemand, irgendetwas verletzt die angenommene Loyalität. Gemeinhin wird Verrat in der Gesellschaft negativ beurteilt. Wenn keine Rücksicht auf die Konvention genommen wird, dann kann Verrat aber auch das Überwinden der Unfreiheit bedeuten und kann zum Mittel der Veränderung werden. Auf welcher Seite jemand sich in HELMAs dunkelrot leuchtenden Zauberuniversum befinden möchte, muss das Publikum für sich entscheiden. Es gibt die Seite der rot wuchernden Mehrheit und eine Minderheit schwarzer Bruchexistenzen. Ein warmes Glühen umfängt die Roten. Das natürliche Band des Bestehenden stabilisiert sie. Jedes entortete Ich sucht Anschluss. Das ist der Normalfall. So wächst man in der Einflussmacht des Dschungels. Im Einverständnis mit der Masse zu leben, mag organisch sein. Jede Subjektivität führt zu Ungleichgewichten. Früher oder später muss sich das Subjekt aber entscheiden, ob es sich seines Verstandes bedienen will, oder doch lieber nicht. Gegen den Mainstream wachsen zu wollen, ist schwer. Wer als dunkler Außenseiter gemobbt wird, findet das selten erträglich. Aber wir kommen in unserer Lebenspraxis nicht umhin, zwischen Mündigkeit und Unmündigkeit zu unterscheiden. Dafür kann ein Verrat nützlich sein.

HELMA in der Kunstsammlung Heinrich